Die Frau im Tal
von Ketil Bjørnstad
Insel 2010
Inhalt (Klappentext): Nach dem Freitod seiner Frau fällt Aksel
Vinding in eine tiefe Depression. Er zieht sich zurück und sagt eine
geplante Konzerttournee durch Europa ab. Im hohen Norden, kurz vor der
russischen Grenze, hofft er Ruhe zu finden und neue Kraft zu schöpfen.
Es ist aber nicht nur die Beschäftigung mit der Musik, die Aksel dorthin
treibt, es gibt auch einen ganz persönlichen Grund: Sigrun, die
Schwester seiner verstorbenen Frau, lebt dort. Sie ist die Frau im Tal.
Aksel wird von ihr und ihrem Mann herzlich aufgenommen, aber Sigrun
erinnert ihn jede Minute an seine Frau, und er verliebt sich
leidenschaftlich.?Aksel gibt in den kleinen Orten der Eismeerküste
Konzerte, spielt Rachmaninow, Grieg und Chopin. Seine Trauer bekämpft er
mit Alkohol, schließlich stürzt er sich in ein Verhältnis mit Sigrun.
Ein dramatischer Vorfall auf einer Langlauftour beendet jäh die Zeit im
Norden und zwingt Aksel, nach Oslo zurückzukehren.?Dort in seiner alten
Wohnung schöpft er neue Hoffnung auf eine andere Zukunft. Befreit von
den widersprüchlichen Gefühlen für Sigrun kann er sein Frühjahrskonzert
mit den versöhnlichen Klängen Mozarts gestalten. So betritt er das
Podium: "erfüllt von der tiefen Freude aller Musiker, wenn sie die Musik
spielen, die sie lieben".
Im dritten und abschließenden Band der
Aksel-Vinding-Trilogie (Vindings Spiel, Der Fluß, Die Frau im Tal)
beschreibt der norwegische Autor und Jazzpianist Ketil Bjørnstad das Ab-
und Auftauchen Aksel Vindings in und aus den Strudeln des Lebens. Das
Fliessen und Zusammenspiel von Wasser, Zeit, Leben und Musik (Ingeborg
Waldinger: „Wassermusik“, Buchbesprechung NZZ 26.2.2011) bringen den
jungen Protagonisten Aksel im Norden Norwegens an seine Grenzen und
darüber hinaus.
Ketil Bjørnstad erzählt die Geschichte einer Reise zu
sich selbst, in der die Musik und die norwegische Landschaft eine
tragende Rolle spielen.
3/2011
