Bordeaux
Paul Torday
Berlin Verlag 2008
Amüsante, aber auch bewegende Einblicke in die englische Klassengesellschaft und die Welt des Weines bietet dieser Roman. Zugleich wird der totale Absturz eines Menschen nachgezeichnet, der seine Obsessionen nicht mehr unter Kontrolle hat. Der Protagonist arbeitet zunächst zehn Jahre so viel, dass er jeden Bezug zum Leben verliert. Als er merkt, dass es noch etwas anderes gibt, ist es zu spät – er verfällt ins andere Extrem und wird letztendlich zum todgeweihten Alkoholiker. Dennoch schreibt Torday so „süffig“, dass man während und nach der Lektüre keineswegs die Lust auf einen guten Tropfen verliert.
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